Schön, dass Sie auf die Seite von Uwe Steimle gefunden haben!

"Sushi in Suhl"

Sushi in Suhl - Kinofilm - Poster
Ab 18. Oktober 2011 kommt „Sushi in Suhl“ in die deutschen Kinos.
Regie: Carsten Fiebeler, Uwe Steimle in der Rolle des Rolf Anschütz, Gründer und Chef des einst berühmten Japan-Restaurants auf dem Boden der DDR – HO Gaststätte „Waffenschmied“ in Suhl / Thüringen.
In weiteren Rollen: Michael Kind, Ernst Georg Schwill, Julia Richter, Christian Tramitz, Ina Paule Klink, Hilmar Eichhorn, Deborah Kaufmann, Axel Wandtke u.v.a.
(Star Crest Media)

Mehr zum Film gibts auf: www.sushi-in-suhl.de

Hier gehts zum Trailer.


Pressetext

Uwe Steimle ist Rolf Anschütz

Sushi in Suhl.

Niemand hatte die Absicht, in der DDR ein japanisches Restaurant zu errichten – niemand, außer ihm !

Als der Thüringer Rolf Anschütz, gelernter Koch und inzwischen Gastronomie-Ingenieur der HO-Gaststätte Waffenschmied aus Suhl, vor dem japanischen Kaiser Hirohito stand, war sein unmöglich scheinender Traum von einem Japan-Restaurant in der DDR-Bezirkshauptstadt wahr geworden. Und zwar wie erfolgreich. Er war 48 Jahre alt.

Das ist das Alter, in dem der sächsische Schauspieler Uwe Steimle mit den Dreharbeiten zur Verfilmung der wohl unglaublichsten aller DDR-Geschichten begann. Der Geschichte von Rolf Anschütz. Die ersten Vorgespräche und Vorbereitungen  reichen mehr als heute sieben Jahre zurück. Uwe Steimle war sofort fasziniert, als seine Agentur und Produzent Carl Schmitt ihn damals nach einem umjubelten Solo-Auftritt im westfälischen Dülmen mit der Geschichte von Rolf Anschütz bekannt machten:

Produzent Carl Schmitt, als erster Deutscher ausgezeichnet mit dem USA-Fernsehfilmpreis Emmy für den besten ausländische Dokumentar-Film „Das Leben geht weiter“ (Regie: Mark Cairns, D 2003), hatte vor Rolf Anschütz´ Tod Interviews mit ihm aufgezeichnet. Und die Antworten des Gastro-Visionärs nachlesbar zu Papier bringen lassen.

Uwe Steimle, der gern als Kabarettist, mitfühlender Komiker und bekannter Bühnen- und Fernsehschauspieler gewohnt ist, im Allgemeinen das Besondere zu sehen, brach fast in Tränen aus über ein Rolf-Anschütz-Kindheits-Erlebnis: der kleine Rolf hatte einen toten Vogel gefunden und diesen immer wieder in die Luft geworfen, verwundert, dass der nicht davonflog. Steimle: „Das ist die Utopie, als die sie uns die DDR 1949 ausgeliefert hatten. Die Utopie eines idealistischen, humanistischen, sozialistischen Staates. In Wahrheit dann aber nicht deutsch bestimmt, nicht demokratisch aufgebaut und keine Republik. Es war schnell ausgemacht, dass sie gar nicht fliegen sollte.“.

Bei den Menschen aber, die so lange daran glaubten und „ihren Staat“ mit Leben füllten, auf der Seite dieser Menschen ist der siebenundzwanzig Jahre in diesem Lande aufgewachsene Dresdner Uwe heute noch. Er spricht in zahlreichen Fernsehauftritten auch 23 Jahre danach von der „Kehre“ statt der „Wende“. Er gestaltet Erich Honeckers Stimme authentischer als dieser selbst. Er ätzt vor zahlendem West-Publikum umjubelt, die „alte BRD“ wäre zum Zeitpunkt der DDR-Übernahme auch wirtschaftlich am Ende gewesen, „aber auf weitaus höherem Niveau.“. Und er weiß die Ex-DDR-Lacher auf seiner Seite, wenn er im Brustton der Überzeugung feststellt: „Wir hätten die Wiedervereinigung besser gleich mit der Schweiz machen sollen!“.

Dass Rolf Anschütz seinen real verwirklichten Traum vom Japan-Restaurant hinter der HO-Gaststätte „Waffenschmied“ in Suhl nicht auf das wiedervereinigte Deutschland übertragen konnte, dass er 1990 nicht einmal die berühmte Keimzelle vor Ort halten konnte, wundert Uwe Steimle überhaupt nicht. Rolf Anschütz nahm die vorgeblichen Ziele der DDR ernst, machte mit „Kochen für den Weltfrieden“ seinen Traum vom Internationalismus wahr.  Und schickte mit einer genehmigten Umbau-Subvention ab der Hälfte der zwei Jahrzehnte „Japan-Restaurant Waffenschmied“ seine Gäste auch noch nackt ins rituelle Bad vor der Tempura. Rolf Anschütz rollte das Sushi „nur“ zwanzig Sommer: fünf Jahre nach dem Mauerbau begann alles, ab Mitte der Siebziger ging man Baden. Und alles endete, als 89/90 das auch die DDR tun musste.       

Für Uwe Steimle ist es nicht das erste Mal, dass er sich einem realen Menschen achtungsvoll fiktiv als Schauspieler nähert, sich in den Mann hineinversetzt und ihn kongenial verkörpert. Seine berühmteste Bühnen-Rolle ist nicht die des saarländischen Dachdeckers E.H. an der Seite des Führungsoffiziers Margot. Sondern die eines früheren Arbeitskollegen: Steimle, selbst vor der Schauspiel-Hochschule erst mal gelernter Industrieschmied, nahm sich der Biographie vom Günther Zieschong an und erweiterte diese auf der Bühne. In seinem nicht nur neufünflandweiten Riesenerfolg „Günther allein zuhaus“ spielte er Empfindungen, Überlegungen und Erlebnisse eines ehemaligen und arbeitslosen Parteisekretärs, der Dresden-Touristen durch Kirchen führen muss. Wie er dies zuhause probt, mit Möbeln als Altar-Requisiten und mit Stofftieren als Publikum, gehört Kritikern zufolge unter die ganz großen schauspielerischen Leistungen im Nachwende-Deutschland. Und zu den fantasievollsten theatralischen Umsetzungen aus dem Leben der „sogenannten kleinen Leute“ überhaupt.

Steimle zeigt – anders als noch der von Helmut Qualtinger zu Recht denunzierte „Herr Karl“ als Überlebender des „unschuldig angeschlossenen Österreich“ – die Komik im Bemühen um Erfolg mit untauglichen Mitteln. Immer ohne den Porträtierten zu denunzieren. Das macht auch seinen großen Erfolg in den ersten wiedervereinigten Jahren als Erich-Honecker-Apologet aus: mit der in Tonfall und Intonation identischen Stimme seines jahrelangen Staats- und Parteichefs eröffnete Steimle schon 1990 die „tausendste Kläranlage über dem Plan“. Sang Brecht- und Weihnachtslieder mit Erichs Stimme auf Cassetten, Platten und CDs. Und schrie das trotzig-kleinbürgerliche „Venceremos“ des alleingelassenen Ersten Sekretärs nach dem Gorbatschowschen Judas-Kuss zum 40. Jahrestages mit geballter Faust in die veränderte Welt seines „bestraften Lebens“ hinaus.

Auch als freiwilliger Liebeswerber in seiner berühmten Szene „Die Annonce“ vor laufenden Fernsehkameras (ein langjähriger und längst unvergessener Vorgriff auf „Bauer sucht Frau“) verkörperte Uwe Steimle auf eindringlichste Weise ebenso glaubhaft wie grotesk den kleinen Mann von nebenan auf Partnerinnen-Suche. Fast zwanzig Jahre war er für die ARD in dem Schweriner Polizeiruf-Kommissar Jens Hinrichs auch ein Mensch. In Bühnen-Wiederaufführungen einst von ihm geschriebener berühmter Fernseh-Sketche von und mit den Figuren Ilse Bähnert und Günther Zieschong schlüpft er gar in sekundenschnellem Wechsel auch alternierend in die alte Dame UND in ihren Nachbarn. Das atemberaubende Doppelrollen-Spiel ist das Original, auch wenn der damalige Darsteller-Partner Tom Pauls sich mit der Rolle Ilse als „Spin off“ sozusagen - ebenso wie Uwe als Günther - selbständig machen konnte. Es ist ihr Publikum, das sie beide – etwa im riesigen Rund sächsischer Freilichtbühnen – immer wieder ausverkauft zusammenbringt, mit den einst vom Uwe geschriebenen Dialogen.

Oder Uwe Steimle füllt mit der Doppelrolle Bähnert /Zieschong allein die Säle, mittlerweile längst auch tief im Westen.  Geschichte und Geschicke zweier - für einen Teil des Landes aufeinanderfolgender - Diktaturen sind von ihm wohl nie treffsicherer benannt worden als mit der Selbstbefindlichkeit der alten Reaktionärin, der Bähnertschen: „Ja, früher war alles besser! Aber noch früher.. war alles noch besser?!“.   
Uwe Steimle sucht die unfreiwillige Komik in den Handlungen des Alltags, entdeckt beim Bäcker „Brot around the clock“, hält „Kaffee togo“ für exotische Afrika-Importware und lässt sich vom „Tschechischen Hilfswerk“ bei der Flut helfen. Die Entdeckung deutscher Wesenszüge in der Nuss-Schale privatester Befindlichkeiten: der „menschliche Natur-Forscher“ Uwe Steimle dringt ins Herz der Finsternis. Hier - im Innern des Landes, da leben sie noch... im gemeinsamen Er-Innern beider Teile.

Was wäre geschehen, wenn Egon Krenz 1989 als erste Amtshandlung einhundert Aldi-Nord-Märkte und 50 Obi-Baumärkte ins Land gelassen hätte? (OK: und zehn Beate Uhse Läden?) ! Oder „noch früher“:  Was wäre geschehen, wenn Ulbricht Mitte der 60er Jahre nicht den arbeitsfreien Samstag eingeführt hätte? Das nämlich brachte den Koch der HO Gaststätte - HOG „Zum Waffenschmied“ in der Gothaer Straße 8 in DDR-6017 Suhl erst auf die Idee, er könne doch mal was anderes probieren als die Sättigungs-Beilagen im Weinlokal der Schuß-Waffen produzierenden thüringischen Bezirkshauptstadt. Ohne arbeitsfreien DDR-Samstag könnten wir wohl heute noch unter der Telefonnummer Suhl 22203, vom Westen aus: 0037-681-22203 Plätze im Japanrestaurant reservieren – mit drei Jahren Wartezeit im Voraus. Das heißt, wenn man mit der definitiven Aussicht auf Devisen-Zahlung vom Westen aus reservieren würde: auch schon mal etwas kurzfristiger.

Schon bloße einhundert Visionäre wie Rolf Anschütz in Partei und Regierung der DDR hätten den toten Vogel vielleicht zum Fliegen gebracht. Anschütz aber wollte nicht nach Berlin. Wohl xmal hat man ihm wegen der hohen Valuta-Einnahmen nahegelegt, das Japanrestaurant nach Berlin (Hauptstadt) zu verlegen.

Rolf Anschütz blieb in Suhl. In Rostock landeten ganze See-Container mit Fisch für ihn, dann per Eisenbahn-Waggon nach Thüringen. Für Sushi in Suhl.

Und Berlin (Hauptstadt) blieb ohne Visionäre. Und die DDR verging. Keine nackten Betriebsgruppen mehr im rituellen Restaurant-Bad. Kein Sushi mehr in Suhl.

Für den geborenen und dann angeschlossenen DDR-Bürger Uwe Steimle ist es die größte und glücklichste Herausforderung seiner Schauspieler-Laufbahn, vor der er mit 48 Jahren stand. Im gleichen Alter wie Anschütz-San vor Kaiser Hirohito. Einzig das war wirklich „Weltmaßstab“: ausgerechnet die DDR hatte das beste Japan-Restaurant - außerhalb Japans.

„Sie hatten bestellt? Vor drei Jahren? Bitte schön: Sie werden platziert. Machen Sie sich schon mal frei. Geisha Gisela hier bringt Ihnen dann nach dem Bad den Kimono.“.

Rolf Anschütz ist tot, so tot wie sein Japanrestaurant. Und wie der tote Vogel DDR. Uwe Steimle fühlt sich verpflichtet, „es geht um die Sache!“. Allzeit bereit. Uwe Steimle ist Rolf Anschütz, im Kimono im Kino.

Ein Schauspieler-Kollege sagte: „Geben Sie Reisfreiheit, Sire!“. Für Sushi in Suhl.

(JS)

"Heimatstunde" - erscheint am 28. Oktober 2013

Heimatstunde: Neues vom Zauberer von Ost

Heimatstunde

Neues vom Zauberer von Ost

Gebundenes Buch, ca. 176 Seiten
Mit Audio-CD
ISBN: 978-3579066264
ca. 19,99 Euro, Gütersloher Verlagshaus

Aus dem Osten kommt das Licht – und Uwe Steimle erklärt uns, warum.

Uwe Steimle beschreibt sich gerne als den größten Kleinbürger. Mit seinem lakonischen Witz und seiner feinen Ironie hat er sich ein treues Publikum erobert. Nach seinem erfolgreichen ersten Buch legt er nun nach: "Jetzt, wo die Zukunft Wirklichkeit wird … haben wir in Wirklichkeit keine Zukunft mehr."

Lassen wir uns wieder gefangen nehmen vom Zauberer von Ost, der es wie kaum ein anderer schafft, scharfzüngig und zugleich charmant den Finger in die zahlreichen westöstlichen Wunden zu legen.

"Mit einem gewissen Herkunftsstolz singt Steimle ein Loblied auf die Provinz. Denn nicht als 'global Player' versteht er sich, 'sondern als Lokalakteur, Provinzknaller, Dialekt liebender Eigenbrötler, der die Fantasie zum Atmen braucht'." Leipziger Volkszeitung

Eine ostalgische Interpretation der Welt nach 1989 – neue Geschichten von Uwe Steimle Scharfzüngig und charmant, liebenswert und skurril, lakonisch und authentisch


Meine Oma, Marx und Jesus Christus - Buch von Uwe Steimle

Meine Oma, Marx und Jesus Christus

Aus dem Leben eines Ostalgikers

Gebundenes Buch mit Schutzumschlag, ca. 160 Seiten
Mit Audio-CD
ISBN: 978-3-579-06648-6
ca. 19,99 Euro, Gütersloher Verlagshaus

Dieser Titel ist ab sofort erhältlich!

Mit dem Mut des Verzweifelten: eine selbstbewusste Stimme aus dem Osten

Mit seinem Namen verbinden viele erst einmal nicht unbedingt etwas. Mit seinem Gesicht sehr wohl: eigenwilliger Ermittler im Polizeiruf 110 und genialer Imitator des früheren Staatsratsvorsitzenden Erich Honecker. Und genau das ist sein Thema: die ehemalige DDR und wie er durch sie als heranwachsender Mensch geprägt wurde. Uwe Steimle, Schauspieler und Kabarettist, möchte Geschichten erzählen, Geschichten aus einem abgesetzten Staat und über seine Bewohner. Erinnerungen will er bewahren: liebevoll, phantasievoll, aber nie verklärend. Erinnerungen an sein Erwachsenwerden und all die kleinen und großen Wunder, die er damit verbindet. Jeder ist etwas Besonderes. Und jeder sollte eines haben: einen Traum! Deshalb schreibt Uwe Steimle dieses Buch: damit Deutschland niemals ein Volk ohne Traum wird.

---

Diese momentan ständig wachsende Internetpräsenz soll Ihnen helfen den Polizeiruf 110 Hauptdarsteller Jens Hinrichs, die Kabarettfigur Günther Zieschong, aber auch den Menschen Uwe Steimle etwas näher kennen zu lernen.

Vorgestellt werden Ihnen hier ebenfalls alle Werke seiner Kunst in Form von kurzen Rezensionen.

Unter der Rubrik "Termine" finden Sie den aktuellen Kabarettspielplan.

Wir wünschen Ihnen viel Spaß auf dieser Seite!

"Uwe Steimle, ein flachsblonder Hänfling, genialer Honecker-Imitator und Kabarettist, der mit seinem (ehem.) Partner Tom Pauls als räsonierender Ex-Brigadier Zieschong vor allem die Sachsen begeistert.“
--- Der Spiegel
 
"Der Dresdner führt nicht nur in Polzeiruf 110 mit Witz und Hirn völlig neue Sitten in unseren „Tatorten” ein, - er war auch mit seinen Kabarettprogrammen auf zahllosen Kabarettbühnen erfolgreich."
--- Süddeutsche Zeitung
 
"Mit virtuosen Rollenwechseln und ernst gemeinten Betrachtungen von Ossis und Wessis begeisterte U. Steimle die Zuschauer Landeszeitung Lüneburg. Der Sachse und Kabarettist Uwe Steimle gastiert am Kurfürstendamm
--- Frankfurter Allgemeine Zeitung

"»Ein Sachse gewinnt die Herzen Berlins«
Rhythmisches Klatschen belohnt Uwe Steimle für seine Kabarett-Show „Günther allein zu Haus“. In der Komödie am Kudamm erobert der satirische Sachse die Berliner im Sturm."
--- Berliner Abendzeitung


Ehrung für Dialekt-Literatur

Uwe Steimle erhält Friedestrompreis Der gebürtige Dresdner Schauspieler und Kabarettist Uwe Steimle ist am Sonntag in Dormagen-Zons in Nordrhein-Westfalen mit dem renommierten Friedestrompreis ausgezeichnet worden. Der Rhein-Kreis Neuss würdigte damit eigenen Angaben zufolge Steimles besondere Verdienste um die deutschsprachige Dialekt-Literatur. Der Preis wurde in diesem Jahr zum 14. Mal verliehen und ist mit 3.600 Euro dotiert. In den Vorjahren ging der Preis unter anderem an Konrad Beikircher, Wolfgang Niedecken und Ina Müller.

Home | Termine | Zur Person | Bücher / CDs / DVDs | Fotos | Presse | Impressum | Sitemap
Copyright © Menno Döring Summerhill-Lights Filmproduktionen 2006 - 2014